seit 1954

Kölner Basketball: Tradition seit 1954

 

Köln hat eine lange Basketballtradition, die Anfänge reichen zurück bis in die fünfziger Jahre des vorigen Jahrhunderts. In den Sechzigern gründeten sich zahlreiche Vereine, an vielen Kölner Schulen wurde Basketball so erfolgreich gespielt, dass mehrfach vordere Plätze bei den nordrhein-westfälischen Schulmeisterschaften errungen wurden, und an der Kölner Universität konnte einer der besten Spieler des Albertus-Magnus-Gymnasiums gegen Ende der Sechziger eine erfolgreiche Universitätsmannschaft etablieren. In der ersten Hälfte der Siebziger Jahre spielte die Basketball-Abteilung des ASV Köln einige Zeit in der Bundesliga.

 

Richtig spannend wurde es, als der basketballbesessene Inhaber der Firma Saturn, Fritz Waffenschmidt, 1976/77 eine Profimannschaft in Köln aufbaute, die wenige Jahre später sieben nationale Titel verbuchen konnte: der Verein errang 1981, 82, 87 und 88 die Deutsche Meisterschaft und wurde 1980, 81 und 83 Pokalsieger. Der damals erfolgreichste Spieler Klaus Zander versäumt auch heute kaum ein Heimspiel, und der junge Stephan Baeck, heute Sportdirektor bei den Köln 99ers, errang damals erste Erfolge.

 

Leider endete die Ära abrupt mit dem Verkauf der Firma Saturn. So verlagerten die Basketball-Fans aus Köln rund zehn Jahre lang ihr Interesse halbherzig nach Leverkusen, später auch nach Bonn. Interessant wurde es erst wieder, als 1998 durch den Zusammenschluss zweier Vereine in Köln die BasCats entstanden. Ein Jahr später mutierten sie zur Spielgemeinschaft Cologne 99ers; deren erste Herrenmannschaft wurde durch die American Sports GmbH als Profimannschaft geführt.

 

Die historische Entwicklung des Basketball-Sports in Köln ist in der folgenden tabellarischen Übersicht zusammengefasst.

 

 

ASV Köln (Basketball-Abteilung):

1969/70 Teilnahme in Basketball-Bundesliga.
1970/71 Teilnahme in Basketball-Bundesliga.
1973/74 Teilnahme in Basketball-Bundesliga.
1975-77 Teilnahme in Basketball-Bundesliga.

 

 

BSC Saturn 77 Köln:

 

1977 Enstehung durch Ausgliederung der Basketball-Abteilung aus dem ASV Köln.
1978 Rechtliche Ausgliederung.
1980 Deutscher Pokalsieger.
1981 Deutscher Meister und Pokalsieger.
1982 Deutscher Meister.
1983 Deutscher Pokalsieger.
1987 Deutscher Meister.
1988 Deutscher Meister.

 

 

Galatasaray Köln:

1989 Entstehung durch Umbenennung des BSC Saturn Köln.
1990 Insolvenzantrag und Einstellung des Spielbetriebs.
1993 Formale Auflösung.

 

 

SG Cologne 99ers:

1999 Gründung durch die Trägervereine Köln BasCats* und DJK Köln-Nord.
2001 Meister Regionalliga, Erhalt einer Wildcard für die Basketball-Bundesliga.

 

 

RheinEnergy Cologne:

2001 Entstehung durch Umbenennung der Spielgemeinschaft Cologne 99ers.
2002 Deutscher Vizemeister Basketball-Bundesliga.

 

 

RheinEnergie Cologne:

2002 Entstehung durch Umbenennung von RheinEnergy Cologne.
2003 Deutscher Vize-Pokalsieger.

 

 

RheinEnergie Köln:

2003 Entstehung durch Umbenennung von RheinEnergie Cologne.
2004 Deutscher Pokalsieger.
2005 Deutscher Pokalsieger.
2006 Deutscher Meister.
2007 Deutscher Pokalsieger.

 

 

SG Köln 99ers:

2007 Entstehung durch Umbenennung von RheinEnergie Köln.
2009 Insolvenz der Profi-Abteilung, Rückzug aus der BBL, Fortbestand der SG

 

 

 

* Köln BasCats Vorgeschichte:

1954 CVJM Köln-Zollstock: Anfänge des Basketballs in Köln.
1957/58 CVJM Köln-Bayenthal: Aufbau der Jugendarbeit im Basketball und Gewinn der Stadtmeisterschaft.
1968 CVJM Köln-Süd: entsteht durch Zusammenschluss der Basketball-Abteilungen des CVJM Köln-Bayenthal und des CVJM Köln-Zollstock.
1988 BSC Köln-Süd: entsteht aus dem CVJM Köln-Süd.
1998 Köln BasCats: entstehen durch Fusion des BSC Köln-Süd mit der Spielgemeinschaft der Deutschen Sporthochschule Köln.